Guy Fawkes-MaskeAls Blogger möchte man hin und wieder auf eine Webseite verweisen, ohne selbst viel Aufmerksamkeit zu erregen. Die Gegenstelle soll weder über externe Suchmaschinen noch über die eigenen Seitenstatistiken oder Logfiles erkennen können, dass wir auf sie verlinken. Ebenfalls soll deren Relevanz in Suchmaschinen, z.B. Googles Pagerank oder technoratis Authority nicht durch uns gesteigert werden.

In folgendem kleinen Tutorial zeigt 1000ff.de wie das zuverlässig funktioniert. Als Anschauungsobjekt darf ein Link zu Simons fantastischem Artikel über Fotoblog-Themes für WordPress hier bei 1000ff.de herhalten.

Zu anonymisieren ist also folgende URL:
http://1000ff.de/fotoblog-themes-fuer-wordpress/

Schritt 1: Zuerst müssen wir die URL cloaken. Okay, auf Deutsch: die Link-Adresse unkenntlich machen. Grund: Auch ohne direkten Link kann ein Webmaster mit Suchmaschinen wie Google oder technorati herausfinden, dass wir auf seine Seite verweisen.

Um das zu unterbinden, nutzen wir den Dienst tinyurl.com, der lange Adressen in kurze umwandelt und nebenbei auf die Art “maskiert”. Auf der tinyURL-Seite fügen wir die URL oben in das Feldchen ein und klicken auf “Make TinyURL”.

Bild

Auf der folgenden Seite wird uns schon die “gecloakte” URL präsentiert. Ein Rechtsklick auf “Open in new Window” und wir kopieren die Linkadresse in die Zwischenablage.

Unsere URL sieht jetzt so aus:
http://tinyurl.com/ysnrnl

Tip: Firefox-Benutzer erleichtern sich diese Arbeit maßgeblich mit der Erweiterung TinyURL Creator. Diese installiert einen neuen Menüpunkt im Kontextmenü des Browsers, mit dem man sich den Besuch von tinyurl.com und das Kopieren des Links sparen kann. Ein Rechtsklick auf einen Link / eine Seite und die “kurze” URL ist direkt in der Zwischenablage.
TinyURL Creator KontextmenüTinyURL Creator: fertig

Leider reicht das noch längst nicht aus, denn — wenig bekannt — auch wer über eine per TinyURL abgekürzte Adresse auf einer Website stößt, hinterlässt den ursprünglichen Referrer.

Schritt 2: Zusätzlich wird die URL noch mit einem Dereferrer versehen. Dieser verhindert, dass für den Betreiber einer Seite über Logfiles und Seitenstatistiken der sogenannte Referrer einzusehen ist, sprich: die Seite, auf der seine Seite verlinkt ist.

Wir benutzen dafür anonym.to, den entsprechenden Service von Gulli. Dazu vor müssen wir einfach noch http://anonym.to/? vor den Link setzen und das wäre es dann auch schon.

Die URL sieht jetzt, da wir fertig sind, so aus:

http://anonym.to/?http://tinyurl.com/ysnrnl

Einfach im Blogartikel, Kommentar oder woauchimmer einfügen und wir mit unseren, selbstverständlich hochlauteren, Absichten sind damit ziemlich gut verhüllt.

Beide Dienste sind etabliert und ich habe weder bei anonym.to noch bei tinyurl bis dato je einen Ausfall mitbekommen. Dennoch sollen hier als Alternative noch der Dienst HideURL genannt werden, welcher ebenfalls sowohl einen Kurz-URL-Dienst als auch einen Dereferrer anbietet.

Bild Guy Fawkes-Maske: Ralph Hockens (cc)

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8 Kommentare zu “Links anonymisieren — Gewusst wie”

  • Prospero

    Danke, sehr nützlich das.
    Ad Astra

  • Marvin

    genau die infos die ich gesucht habe. zwar aufwendig das ganze aber sicherlich nicht unnützlich für die ein oder andere verlinkungs-aktion ;-). danke!

  • Tomin

    Es gibt einige gute Gründe Links zu anonymisieren bzw zu cloaken. Ich setze ebenfalls einen Linkcloaker ein. Jedoch nutze ich eine Software, die auf meinem eigenen Webspace gehostet ist. Irgendwie vertraue ich nicht so gerne darauf, solche Daten extern zu speichern. Was ist zum Beispiel, wenn ein solcher Anbieter den Service von heute auf morgen einstellt? Dann gehen alle deine Links ins Leere. Das ist vor allem dann schlecht, wenn auch diese Links wieder irgendwo im Internet gesetzt sind und nicht nur auf deiner Website. Ich kann yum Cloaken den Affiliate Tracker empfehlen, den man kostenlos herunterladen kann. Weitere Informationen dazu findet man in meinem Artikel ‘Wie kann ich meine Links verstecken?’ unter http://toprado.com/wie-kann-ich-meine-links-verstecken/

  • ZeroCool

    Warum so umständlich? geht doch ganz einfach mit http://301log.de/ , da kann man ganz einfach die URL eingeben, die Art der Weiterleitung und noch einige weitere möglichkeiten. Wenn man das jetzt als dereferer verwenden will, einfach nur Meta-Refresh oder Frameset als Weiterleitungstyp auswählen.

  • Sebastian

    anonym.to empfehlen? Noch nicht davon gehört dass dieser Service nicht nur den Referrer entfernt (Es sei denn der Browser hat ein Addon dass ihn trotzdem weitergibt) sondern auch noch so nett ist und eventuelle eigene Ref-Links mit den Refcodes von Gulli ersetzt?

    Grüße!
    Sebastian

  • Frank

    Was ist daran jetzt so tragisch?

  • Lexxy

    Das Plugin “IzioSEO” macht das übrigens automatisch. Man hat hierbei die Wahl zwischen einer Standart-Anonymisierung mit Linktracking (www.website.de/029349767185959852) oder der Anonymisierung per anonym.to (anonym.to/?http://www.website.de)

  • Jordan Marseglia

    Das steht außer Frage – aber was hilft dir das, wenn die Staatsanwaltschaft vor deiner Türe steht? Es bringt dir wenig, wenn du in einem Verfahren (wie jetzt vor dem LG Aachen) vom Verdacht frei gesprochen wirst, solange dein Umfeld einmal den Vorwurf der Staatsanwaltschaft (weswegen auch immer) wahr genommen hat und deine Rechner weg sind.


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