WordPress 3.0 und die folgenden Sub-Releases haben deutlich gemacht, dass der Fokus nicht mehr wirklich bei der Entwicklung einer Blogsoftware liegt, sondern bei einem möglichst eierlegenden, full-flexed Content-Management-System für jede erdenkliche Art von Webseiten. Der aktuelle Zustand von WP 3.3.1 lässt sich meiner Meinung nach gut mit „Identitätskrise“ bezeichnen.

WordPress ist mit jedem neuen Update umfangreicher geworden, und die Anforderungen an Theme-Entwickler sind mittlerweile enorm, gerade wenn man im offiziellen Verzeichnis bei wordpress.org gelistet werden möchte. Das ist verständlich, wollen die WP-Macher doch möglichst nur solche Themes anbieten, die die neuen Funktionen ohne Zickerei unterstützen.

Custom Headers, Custom Menus, Custom Backgrounds, Post Types, Post Formats, mehrere Widget-Bereiche, dazu umfangreiche Optionen-Seiten mit über 9000 Layout-Optionen… das alles sind Features, die heute einfach in ein WP-Theme gehören. So wird es zumindest kommuniziert. Continue reading “WordPress-Themes: Erwartung vs. Nutzung” »

Da ich gerade selbst an einem neuen WordPress-Design arbeite, aber trotzdem nach wie vor kein absoluter CSS-Experte bin, kommt dieses Tool genau zum richtigen Zeitpunkt:

CSS Optimizer

Der CSS Optimizer (sorry, für das NSFW-Bild im Header kann ich nichts) entfernt automatisch alle Überflüssigkeiten und doppelte Einträge aus Stylesheets. Die Größe der CSS-Datei wird verringert und damit auch Ladezeit und Traffic der Webseite.

Durch die Optimierung hat sich mein gesamtes Stylesheet um sagenhafte 23% verkleinert.

Vorher:

body {
color: #333333;
background-color: #FFFFFF;
margin: 1px 2px 1px 2px;
}

Nachher:

body {
color: #333;
background: #FFF;
margin: 1px 2px;
}

Leider gibt es einen großen Nachteil bei der Optmierungsgeschichte: Sämtliche Kommentare, die normalerweise dem besseren Verständnis des Codes dienen, verschwinden.
Da nun bei WordPress im oberen Teil von style.css-Dateien grundlegende Informationen zum Theme stehen (Name, Autor, Version, Links etc.), sollte man diese gar nicht erst mit „optimieren“ lassen und sie stattdessen einfach später wieder einfügen.

Update: Es geht auch besser! Bei Clean CSS kann u.a. eingestellt werden, dass die Kommentare beibehalten werden. (Danke @ fraencko)

Und noch ein letzter Tipp: Auch wenn in diesem Punkt viel Potenzial zur Einsparung besteht, sollte der Haken bei „Pretty Print“ gesetzt bleiben, wenn man noch weiter am Stylesheet arbeiten möchte (oder plant das Theme zu veröffentlichen), der Übersichtlichkeit wegen. Die Benutzer des Themes werden es dir danken!

Wenn ihr das Stylesheet eures Blogs optimiert habt: Schreibt eure Ergebnisse hier in die Kommentare!

Blog-Admins kennen das: Man will nur mal eben das Theme verändern, der Sidebar etwas hinzufügen, die Headergrafik austauschen, die Darstellung der Kommentare verbessern… und die Besucher, die derweil auf der Seite sind, wundern sich über ein verschobenes Layout, Fehler in der Navigation oder können im schlimmsten Fall gar nicht mehr auf das Blog zugreifen, weil der Admin versehentlich ein lebenswichtiges Semikolon aus dem Quellcode entfernt hat.

Zur Vermeidung solcher Peinlichkeiten gibt es zwei Plugins, die zwischen normalen Blog-Besuchern und Administratoren unterscheiden:

Maintenance Mode – der nützliche Holzhammer. Mit diesem Plugin haben nur Admins Zugriffsrechte für’s Blog, während alle anderen eine Splashseite sehen, die im Adminbereich angepasst werden kann. Bei Bedarf können auch einzelne Seiten definiert werden, die trotzdem erreichbar sein sollen.

Theme Test Drive – damit kann während des Theme-Wechsels eingestellt werden, dass Besucher das alte, der Admin aber bereits das neue Theme sieht. Wenn im neuen Theme dann alles wieder korrekt aussieht deaktiviert man das Plugin wieder. Eine deutsche Übersetzung gibt es bei Tboggi.de.

screenshot2.gifUnser WordPress-Theme Blass steht in aktualisierter Form zum Download bereit. Neu implementiert ist die mit WordPress 2.3 eingeführte Funktion the_tags(), die in der Artikelansicht die Tags unter den Einträgen und neben den Kategorien anzeigt. In älteren WordPress-Version (1.5 bis 2.2) bleiben die Schlagworte unberücksichtigt und erzeugen auch keine Fehler.

Neben weiteren kleinen Verbesserungen und Korrekturen ist außerdem die Darstellung der Suchergebnisse erweitert worden und Unterseiten (Subpages) erscheinen nicht mehr standardmäßig in der Navigation.

Wie schon in der ersten Version hat Blass mehrere nützliche Admin-Links direkt in der Sidebar, unterstützt Widgets und das Recent-Comments-Plugin und kommt komplett ohne Bilddateien aus.

screenshot2.gif

Please note: There’s also an English version of Blass available.

Blass ist der erweiterte und elegantere kleine Bruder des Typography-Themes. Im Gegensatz zum Original gibt es nicht nur deutlich blassere Farben, sondern auch ein integriertes Monatsarchiv und ein Adminmenü direkt in der Sidebar.

Grundsätzlich natürlich für jede Art von Weblog geeignet, richtet sich das WordPress-Theme eher an Blogger, die viel Platz für ihre Artikel brauchen, also an Leute, die gerne (und) viel erzählen. Wer in dieses Theme einen blinkenden Werbebanner einbaut, bekommt von mir persönlich eine runtergehauen. Continue reading “WordPress-Theme Blass” »



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