Braid is a puzzle-platformer, drawn in a painterly style, where you can manipulate the flow of time in strange and unusual ways. From a house in the city, journey to a series of worlds and solve puzzles to rescue an abducted princess. In each world, you have a different power to affect the way time behaves, and it is time’s strangeness that creates the puzzles.
Soweit der offizielle Klappentext zu Braid, dem XBOX-Live-Bestseller, der seit gut einem Monat auch als PC-Version erhältlich ist.
Braid ist ein Indiegame, was bedeutet, dass es ohne die “Hilfe” eines Industriegiganten wie EA, die kaum Wert auf neue Spielkonzepte legen, um die Zielgruppe nicht zu überfordern, erstellt wurde. Indiegame bedeutet in den meisten Fällen auch, dass es von außen keinen Druck auf eine schnelle Veröffentlichung gibt. Viele Indiegame-Entwickler sehen ihr Spiel als ihr persönliches Baby an, das eben erst dann der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, wenn es — nach Meinung der Entwickler — zu 100% perfekt ist, Deadline hin oder her.
So auch bei Braid. Das Spiel gewann bereits 2006 den Innovation in Game Design-Award des Independent Game Festivals, und das obwohl die Grafik zu diesem Zeitpunkt bestenfalls als roh durchging. Erst drei Jahre später ist die finale Version erhältlich.
Doch was lange währt, wird endlich gut. Die entspannte Herangehensweise merkt man Braid deutlich an. Jonathan Blow und David Hellman haben ein Spiel geschaffen, bei dem so gut wie alles passt und ineinander greift. Besonders deutlich wird dies bei der Auswahl des Soundtracks. Die Musikstücke wurden nicht speziell für Braid geschrieben, sondern existierten schon vorher, was kaum zu glauben ist, so gut fügt sich die Musik in das Spielgeschehen ein.

Music from Braid by Sieber, Kammen, Fulton and Schatz
In einem Interview mit gamespot.com erklärt Jonathan Blow, welche besondere Eigenschaft jedes Stück haben musste, damit es ein Teil von Braid werden konnte:
I wanted the music to be composed with instruments that worked well with the rewind. When you rewind something, the song should sound interesting going backwards, the texture of the instruments should be different and interesting going backwards and feel different.
Der Umgang mit der Komponente Zeit ist es, was Braid unübersehbar von anderen Spielen unterscheidet. Es stehen nicht unendlich viele Leben, dafür aber unbegrenzt Zeit zur Verfügung: Macht der Spieler einen tödlichen Fehler, spult er mit der Shift-Taste das Geschehen einfach zurück und versucht es erneut. Das Zurückspulen der Zeit hat Braid zwar nicht erfunden (siehe auch z.B.: Prince of Persia: The Sands of Time), aber perfekt umgesetzt. Zu Beginn des Spiels gibt es nur eine Zeitebene, d.h. alles wird per Knopfdruck zurückgespult. Später kommen weitere Ebenen hinzu; ein Druck auf die Shift-Taste lässt dann nur bestimmte Elemente im Raum den Rückwärtsgang antreten.
Jede der sechs Welten erwartet vom Spieler einen anderen Umgang mit der Zeit. Die immer schwerer werdenden Rätsel lassen sich nie nach Schema F lösen, jedes Rätsel unterscheidet sich von seinem Vorläufer.
Durch die stets wechselnde Spielmechanik bleibt das Spiel spannend und neu bis zum Schluss.
Gelöste Rätsel geben eines von zwölf Puzzlestücken pro Welt frei. Hat man ein Puzzle komplett gelöst, kann man sich nicht nur über ein geheimnisvolles Bild freuen, sondern auch endlich die nächste Welt in Angriff nehmen.
Und ohne jetzt großartig das Ende von Braid spoilern zu wollen: Selbstverständlich erwartet den hartnäckigen Spieler, der alle 60 Puzzlestücke gesammelt hat, eine besondere, storyrelevante “Weltenerweiterung” zum Schluss.
Wenn man Braid überhaupt etwas vorwerfen kann, bei all den wunderschönen handgezeichneten Grafiken, dem wohl schönsten Videospiel-Theme seit Jahren, den zur Verzweiflung treibenden Rätseln aus Welt sechs, dann eigentlich nur, dass es insgesamt etwas zu kurz geraten ist. Ich hätte gerne noch mehr Zeit im Braid-Universum verbracht.
Braid kostet 15$ (11€), erhältlich auch ohne Registrierung bei Greenhouse. Wer das Spiel via Steam beziehen möchte, zahlt dort 13€.
Den Soundtrack gibt es bei bei magnatune.com als Download oder CD. Der empfohlene Preis liegt bei acht Dollar, es kann aber auch weniger oder mehr bezahlt werden.

Archive.org kennt man ja: Ein riesiges gemeinnütziges Text-, Bild-, Musik- und Filmarchiv, das sich zum Ziel gesetzt hat, Inhalte des Internets zu speichern, zu katalogisieren und der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen.
Einer der vielen Fans des Projekts heißt Dean Putney. Der Programmierer ist aber mit der Bedienbarkeit von Archive.org und der, äh, Web 1.0-Optik so unzufrieden gewesen, dass er kurzerhand das große “Live Music Archive” auf einer extra eingerichteten Seite namens DeweyMusic als Download / Stream anbietet:
I wanted to listen to the music on the Live Music Archive because it is awesome and public domain, but if you’ve ever tried to actually do that, you’ll know it’s a major pain. I wrote a Perl script to crawl through the Live Music Archive and make an XML file of all the streamable songs, and now I’m putting the information from the XML file into MySQL databases to populate this interface. I’m also tweaking the interface to make it look nice and neat.
Herausgekommen ist eine wesentlich einfacher zu bedienende Seite im Muxtape-Stil. Toll!

Der Schwede Jonas Tunander ist Musiker und Liebhaber von Videospielen. Diese Vorlieben mögen für sich nichts Ungewöhnliches sein, aber Jonas entschied sich, sie zu verbinden.
Er veröffentlichte unter dem Schlagwort “Bitpop?” zwischen 2004 und 2007 zwei Alben und einige Einzeltracks, in denen er mit seiner Band bekannte Videospielmelodien interpretierte. Die meisten der Stücke entstammen Spielen der NES-Ära, beispielsweise sind Melodien aus den Megaman-Spielen überproportional vorhanden. Aber auch Musik aus Spielen jüngeren Datums wie Silent Hill 2 oder Super Mario 64 gewandet Jonas in die geschmeidige Zwirn aus Pop und Easy Listening.
Es ist etwas schade, dass das Bitpop?-Projekt eingeschlafen zu sein scheint, immerhin kann man die alten Tracks auch heute noch herunterladen.
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Bitpop? Vol. 1 (Ein Klick auf “Bitpop? – Tanka hem skivan” und der Download des Albums als ZIP-Datei startet)
- Bitpop? Vol. 2 (same here)
Als Anspieler hier die Bitpop?-Version der “The Moon”-Stage aus Duck Tales (NES, GB).

Wer gerne mit Beats herumbastelt, sollte sich die experimentelle Drum Machine mal anschauen, die Cameron Adams mit JavaScript (und ein wenig QuickTime) programmiert hat. Nicht unbeeindruckend. Kreative Köpfe mit zu viel Langeweile aktivieren dazu Keybored, hacken auf ihrem Tastenbrett herum und singen laut mit, um in nullkommanix den perfekten Popsong zu kreieren. [via]

Oh nein, noch ein Musikdienst im Internet! Ja richtig, aber was für einer. Grooveshark.com findet eine enorme Menge an Songs, streamt sie aus dem Web auf den eigenen Rechner, lässt den Benutzer Playlisten erstellen – und das alles mit einer Oberfläche, die eher an eine MP3-Player-Software als eine Webseite erinnert, alles ohne Anmeldung. Toll ist, wie einfach sich Songs oder ganze Playlists in Widgets verwandeln lassen, also auf anderen Websites/Blogs einbettbare Minijukeboxen. Diese Widgets lassen sich optimal in Farbe, Aussehen und Größe anpassen. Das sieht dann zum Beispiel so aus:
Wer sich einen Account einrichtet, kann übrigens Playlists speichern, sie nachträglich ändern und erhält Zugriff auf Social Networking-Funktionen, z.B. das Entdecken anderer Leute Playlists und Musiktips. Leider ist noch kein Support für die Scrobble-Funktion von last.fm vorhanden.

Fazit: Dienste wie Grooveshark schießen momentan aus dem Boden und füllen die Lücke, die Muxtape nach seiner Einstellung hinterlassen hatte, mittlerweile passabel. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, zu erkennen, dass so die Zukunft der Musikauslieferung aussehen könnte. Grooveshark sieht gut aus, funktioniert prima und könnte zukünftig als Radioersatz eine Rolle spielen.
[via lifehacker]
last.fm erstellt Musikstatistiken, Wordle.net visualisiert Texte auf Basis der am häufigsten vorkommenden Wörter… und was kommt heraus, wenn beide Dienste miteinander verbunden werden?
Genau. Eine personaliserte Musikwolke. In drei einfachen Schritten:
1. Im Blog von Master Giraffe den last.fm-Benutzernamen eingeben und die gewünschte Chart wählen (Tracks, Künstler, Zeitraum)
2. Erhaltenen Code bei Wordle einfügen und nach Belieben gestalten (Farbe, Schriftart, Ausrichtung, Anzahl der Wörter)
3. Screenshot machen und als .png speichern
[via Hasenfarm]
Grandiose Idee! Hier sind meine in den letzten 90 Tagen am häufigsten gehörten Songs:

Die Musikkassette ist tot. Mal abgesehen von einigen wenigen Indieromantiker(inne)n, den sogenannten “Kassettenmädchen”, und Besitzern veralteter Audioradios lockt das chronisch an Bandsalat und abnehmender Tonqualität leidende Medium in Zeiten von MP3 und last.fm wohl keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Dabei hatte das sorgsame Auswählen und Anordnen von Hits damals™ einen ganz eigenen Charme.

Der Web 2.0-Dienst muxtape.com will diese Charmelücke füllen. Er ermöglicht, nach der wohl unkompliziertesten Anmeldung ever, das Hochladen von 12 Songs, die je maximal 10 MB schwer sein dürfen. Diese Songs können, bei fehlenden ID3-Informationen, im Titel editiert und nach Belieben per Drag&Drop angeordnet werden. Die Adresse im Format name.muxtape.com reicht man dann an die zu Beglückenden weiter, welche die Kompilation im Browserfenster in optimaler Qualität streamen können.
