Privatsphäre, anyone? Wie ich gerade bei Google Blogoscoped lese, hat Google still und heimlich einen ungewöhnlichen Link zu einer „Profil-Sitemap“ in die hauseigene robots.txt hinzugefügt:

http://www.gstatic.com/s2/sitemaps/profiles-sitemap.xml

In dieser Sitemap befinden sich Tausende Links zu öffentlich zugänglichen Benutzerprofilen, die nun nach und nach in den Google-Index übernommen werden:

Besitzer eines Google-Accounts können ihr Profil unter http://www.google.com/s2/profiles/me ansehen und bearbeiten. Links zu eigenen Blogs, Fotos etc. erscheinen oben rechts im Profil und sind nicht mit dem nofollow-Attribut versehen, worüber sich besonders die SEO-Spammer freuen werden.

Google will mit der Indexierung von Benutzerprofilen wohl im Bereich der Personensuche punkten. Anstatt die Suchenden nach LinkedIn oder Xing (oder ggf. Wikipedia) zu schicken, sollen die Informationen direkt auf Google-Servern zu finden sein.

Wer das nicht möchte, sollte möglichst schnell den eigenen Google-Account bearbeiten und alle Eintragungen löschen, die nicht öffentlich zugänglich sein sollen.

Big Google Brother?Man muss eigentlich nicht mehr allzu viele Worte drüber verlieren — dass wir bereitwillig Google eine ziemliche Anzahl Daten über uns an die Hand geben ist bekannt. Schmerzhaft für die meisten von uns, dass der Verzicht auf den Suchmaschinen-Giganten trotz dieser Erkenntnis und trotz vorhandener Alternativen mit unterschiedlichen Konzepten, wie Ask Jeeves, metaspinner oder Wikia Search, schwerfällt. In diesem Artikel stellt 1000ff.de zwei Methoden vor, um dem Datenkraken mit den lauteren Absichten („Do no evil“) zumindest auf den eigenen Rechnern etwas engere Grenzen zu setzen.

 

Tip 1: CustomizeGoogle ist eine Erweiterung für den Firefox. Mit dieser ist es möglich,

  • Werbung auf Google zu entfernen
  • verschiedene Domains, URLs oder Teile davon in den Suchresultaten zu blocken
  • per https verschlüsselt Suchanfragen zu übermitteln
  • verschiedene Google-Dienste separat zu konfigurieren
  • und weitere praktische Einstellungen zu treffen.

Relevant für uns ist in diesem Fall der Reiter „Privatsphäre“ in den CustomizeGoogle-Einstellungen, erreichbar über das „Extras“-Menü des Browsers.

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