Beliebter Sport für einige Weirdos ist es, Konsolen zu modden. Dabei kommen dann verblüffende Sachen heraus wie dieses Super Nintendo Entertainment System in Toasterform. Genial. [via Kotaku]


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Man mag’s kaum glauben, aber diese epischen fünfeinhalb Minuten Indie-Verfilmung des Half-Life-Stoffes hatten ein Budget von nur 500$. Meiner Meinung nach schafft der Film es ziemlich gut, Klaustrophobie und Paranoia einzufangen, die vor allem der Anfang von Half-Life 2 in City 17 geprägt haben. Verantwortlich sind die kanadischen Purchase Brothers (Seite ist gerade offline), der Film soll Auftakt einer Serie sein. Und wer sich nicht vorstellen kann, dass Videospiele eine gute Vorlage für die große Leinwand sind, sollte seine Meinung überdenken. Hollywood, ick hör dir trappsen.


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Das schönste am Zocken ist das Gewinnen. Ob man nun eine Kampagne schafft, die Voraussetzungen zum Levelaufstieg erfüllt oder einen befriedigenden Abspann sieht. Doch der Weg dahin ist beschwerlich und mehr als einmal ärgert man sich über das virtuellen Ableben — insbesondere, wenn das letzte Abspeichern eine %$#+“* halbe Stunde zurückliegt. Knurr.

Vimeo-User DasMatze hat eine hübsche Auflistung von 50 Toden der jüngeren Computerspielgeschichte kompiliert und erinnert uns damit an all die unzähligen Momente der Demütigung, der Wut und der Resignation. Danke, Matze!

[via Spieletipps.de]

Logo: The Unfinished SwanDas Projekt „The Unfinished Swan“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass Videospiele Kulturgut sein können. Der Spieler bewegt sich in einer untexturierten, einfarbigen 3D-Welt und muss auf der Suche nach dem Ausgang im Labyrinth selbst dafür sorgen, seine Umgebung zu erkennen, indem er die Wände mit Farbgeschossen antüncht. Diese sind selbst einfarbig — sollte der Spieler also zu viele der Farbbomben werfen, wird die Umgebung in invertierter Form wieder unsichtbar. Ein faszinierender Ansatz für ein Videospiel, führt es doch gängige Rezeptions- und Handlungsmuster von Spielen ad absurdum. Das Erkennen der Spielwelt folgt auf die Interaktion mit ihr und nicht umgekehrt. Davon abgesehen ist das Spiel auch auf der Ebene des Sounddesigns reizvoll, wie im Preview-Video deutlich wird.

The Unfinished Swan befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es wird von einem unabhängigen Entwicklerteam um Ian Dallas mit der XNA-Plattform entwickelt, sollte also zuerst für die XBOX 360 erscheinen. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
[via Digital Tools]

„1. Mathematik ist die Sprache der Natur. 2. Alles um uns herum lässt sich durch Zahlen wiedergeben und verstehen. 3. Stellt man die Zahlen eines beliebigen Systems graphisch dar, entstehen Muster. 4. Folgerung: Überall in der Natur existieren Muster.“

– Max Cohen

Ulillillia, schon diesen Namen auszusprechen bringt mich an den Rand meines Denkvermögens, und so dürfte es den meisten gehen. Hinter diesem kryptischen Namen verbirgt sich ein 24-jähriger US-Amerikaner, welcher an eine Form des Autismus gebunden ist, die große mentale Probleme mit sich bringt (zum Beispiel eine große Phobie vor Spiegeln und Stühlen), aber auch das, was man allseits als „Inselbegabung“ kennt. Seine Begabung sind Zahlen, Logik, Mathematik, Physik, das Erkennen von Unregelmäßigkeiten. Für weitere Informationen über ihn, sein Leben, seine Problemlösungsstrategien (um zum Beispiel Spiegeln in Einkaufszentren zu entgehen, zeichnet er schon zu Hause seine geplante Route ein) oder das Mind-game, das er ständig in seinem Kopf laufen lässt und ihm am Führerschein hindert, empfehle ich seine sehr, sehr, sehr ausführliche Website. Er gibt hier auch allerhand Tipps zur Bewältigung von Mathematik und Alltag und stellt sein Hobby „animierte .gifs erstellen“ vor.

All diese Fähigkeiten könnte er natürlich auch an die Wissenschaft verschwenden, aber er nutzt sie sehr sinnvoll: Für Videospiele.

Aus seiner Beschreibung in seinem youtube-channel:

I perform all kinds of stunts in video games, find numerous oddities, and study game mechanics to very fine detail exploiting weaknesses. I use this knowledge for accomplishing self-made challenges, finding bugs or anomalies, and performing stunts. I don’t use emulators, rather, I use a TV-tuner and the real console. I use Virtual Dub and a self-written C program (for an effect VD doesn’t have). Other videos are blogs (rare) and, planned, how-to/educational videos.

Aufgrund seiner Weigerung, Emulatoren zu benutzen, sondern stattdessen nur reale Konsolen, ergibt sich leider ein eingeschränktes Spieleportfolio, so ist ihm zum Beispiel vor einigen Jahren sein SNES abhanden gekommen, daher gibt es keine Videos zu Spielen der größten aller Konsolen. Nichtsdestotrotz finden sich in seinem Kanal zahlreiche interessante Perlen mit Sichtweisen auf Videospiele, die man vorher vielleicht nicht hatte. Einige würde ich persönlich nicht als „Bugs“ klassifizieren (schon beim ersten Bug im Video zum Jump’n’Run-Klassiker Bubsy weiss ich ehrlich gesagt garnicht, worauf er hinaus will), aber schon die grundsätzliche Betrachtung von Videospielen mit einer Motivation, die über’s World Exploring oder Speedruns hinaus geht, verdient Aufmerksamkeit. Außerdem ist es nett zu erfahren, wie man diesen blöden Midgar Zolom aus Final Fantasy VII schon recht früh den garaus machen kann.

[Aufmerksam auf Ulillillia wurde ich durch das 4chan-Imageboard /v/, was übrigens ein weit angenehmerer Ort ist als /b/, welches sich in den letzten Tagen durch einen e-mail-hack (nein, nicht den von Palin, der war lustig) mal wieder mit wenig Ruhm bekleckert hat.]



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