Screenshot: SilentDrive

Wer seinen Computer nicht gerade mit albernen Dämmmatten ausstattet oder ihn permanent eine Geräuschkulisse absondern lässt, die alles übertönt, kennt das Problem: Lärm. Neben lauten Lüftern ist die wichtigste Geräuschquelle eines PCs wohl die Festplatte, deren Röddeln ganz schön nervtötend sein kann.

Was viele nicht wissen: Die meisten neueren Festplatten haben ein eingebautes automatisches Akustikmanagement (AAM). Zu Ungunsten der Geschwindigkeit können sie in einen Modus geschaltet werden, der wesentlich leiser, aber von Haus aus meistens ausgeschaltet ist. Dabei werden die Leseköpfe der Festplatte weniger stark beschleunigt und abgebremst, was höhere Reaktionszeiten zur Folge hat. Die eigentliche Lese- und Schreibgeschwindigkeit bleibt davon jedoch unbeeinflusst.

Man kann das Akustikmanagement mit speziellen Tools der Hersteller einschalten oder mit dem winzigen, kostenlosen Programm SilentDrive. Geschwindigkeit und „Leisheit“ kann dabei sogar mehrstufig austariert werden. Da der Speedverlust meiner Meinung nach kaum zu bemerken ist, empfiehlt es sich, das Akustikmanagement gleich auf höchster Stufe einzuschalten. Mit der Option „Seek-Test“ kann man die Lautstärkeverminderung und den Geschwindigkeitsverlust auch gleich testen.

SilentDrive ist Freeware, gibt’s für Windows XP, 20001 und Linux, kommt in einer 18 KB großen Datei daher. Das Tool muss nicht installiert und nur einmal gestartet werden, denn die Einstellung wird von der Festplatte intern gespeichert.

[Update] Ungeprüft, aber eventuell hilfreich – einige andere Programme, die AAM einschalten können: HDDScan (Windows), Hitachi Feature Tool (auf der Seite oben, selbst bootendes Disketten- oder CD-Image), hdparm (Linux, gibts auch für Windows) und hier noch eine Anleitung für Macs mit Open Firmware.

  1. Vista unbekannt, kann das mal jemand ausprobieren? []

Die Maus vom Super NintendoMit Mäusen und Spielekonsolen ist das so eine Sache. Sie funktionieren nicht miteinander. Wer am Fernseher daddelt, will sich auf’s Sofa fläzen oder im Schneidersitz auf dem Boden hocken, mit dem kabellosen 17-Knöpfe-Doppelanalog-Rumble-Pad in den Händen. Nintendo brach einst dieses Schema — klar: die Wiimote. Dem Zockernachwuchs des neuen Jahrtausends jedoch weniger bekannt sein dürfte, dass Big N bereits 1992 versucht hat, die Heimkonsolensteuerung zu, ähm, revolutionieren. Mit einer klassischen Computermaus! Diese konnte man an das Super Nintendo, den heißesten Scheiß in den Wohnzimmern der frühen 90er, anschließen. Wenn doch nur die Teppichflusen nicht gewesen wären, die die Kugel in der Maus (damals hatten die sowas, statt Laserstrahlen) verfusselten.

Kurzum: Die Maus floppte. Die Zocker waren unwillig, das Kabel zu kurz, die Liste der unterstützen Spiele spärlich. Aber immerhin war der Maus Mario Paint beigelegt. Oder umgekehrt.

mario_paint_huelleMario Paint, ein mit Charakteren aus den bekannten Jump’n’Runs versehene Sammlung aus Mal- und Animationsprogramm, Komponierstudio und einem Minispiel war für die einen der erbämliche Versuch, Anwendungen auf die Spielkonsole zu bringen, für die anderen einfach eine nette Abwechslung, die jedoch zumeist nach ein paar Tagen längst nicht mehr die änfängliche Faszination auszustrahlen vermochte. Heute genießt Mario Paint in eingeweihten Kreisen jedoch uneingeschränkte Solidarität, wie sie nur von nostalgisch verklärte Jugenderinnerungen hervorgebracht werden kann. Simon verwies ja schon mal auf die zahlreichen YouTube-Videos mit bizarren Mario-Paint-Kompositionen.

Wer kein SNES in der Ecke verstauben stehen hat, kann sich jetzt trotzdem auf handelsüblichen PCs und Macs einen Eindruck vom geistigen Vorgänger des Magix Music Maker machen. Bei unfungames gibt’s nämlich den Musik-Komponier-Teil von Mario Paint zum Download.

Mario Paint Composer Screenshot

In das Programm integriert sind die Möglichkeit, seine Songs lokal zu speichern, sowie sie online mit anderen zu tauschen. Der Mario-Paint-Acid-House-Party steht also nichts im Wege. Viel Spaß.

[via lifehacker]

Die Terminkalender-Suiten Mozilla Sunbird / Lightning als Open Source-Alternative zu Microsoft Outlook. Und wie man sie mit einem Windows Mobile-PDA synchronisiert

sunbirdZu meinem anarchischen Selbstverständnis gehörte es stets, strukturlos und ungeplant durch’s Leben zu stolpern. Was, die Vergangenheit massiv verklärend, das Leben zwar spannend machte, meine Mitmenschen aber mitunter in den Wahnsinn trieb. Wovon ich rede? Von Terminkalendern!

Diese Dinger, in ihrer ursprünglichen papiernen Form, schaffte ich nämlich nie konsequent zu benutzen. Entweder verknickte das Ding komplett in meiner Tasche, ein Tetra-Pak-Fruchtsaftgetränk lief aus und zerstörte all meine Daten oder ich hatte schlicht nie einen Stift dabei — irgendwas war immer. Fazit: Jahr zu Ende, wieder ein Baum sinnlos gestorben.

Aber man wird ja auch älter und die Anforderungen der Leistungsgesellschaft fordern ihren Tribut. Als mir neulich ein steinalter, aber robuster Himalaya-PDA in die Hand fiel, entschloss ich mich spontan diesen Zustand der selbsterwählten Desorganisation zu beenden, meine Termine und Adressen da reinzuhacken. Was soll ich sagen, ich hätt’s nicht für möglich gehalten — es funktioniert und macht dazu noch Laune.

Problem gelöst, da kommt das nächste: Sync. Soll heißen: Wie kriege ich das Gerät dazu, alle Adressdaten, Termine, Aufgaben und E-Mails mit meinem PC abzugleichen (zu synchronisieren)? Ich hatte keinen Bock auf den Quasi-Monopolisten Microsoft Outlook, das lahmt bei mir wie ‚ne Omma am Krückstock, zudem lasse ich nur den Thunderbird an meine Mails. Also fahndete ich nach Alternativen, vorzugsweise aus dem Bereich Open Source. Und fand sie.

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