Jonas Tunander: Bitpop?

Der Schwede Jonas Tunander ist Musiker und Liebhaber von Videospielen. Diese Vorlieben mögen für sich nichts Ungewöhnliches sein, aber Jonas entschied sich, sie zu verbinden.

Er veröffentlichte unter dem Schlagwort „Bitpop?“ zwischen 2004 und 2007 zwei Alben und einige Einzeltracks, in denen er mit seiner Band bekannte Videospielmelodien interpretierte. Die meisten der Stücke entstammen Spielen der NES-Ära, beispielsweise sind Melodien aus den Megaman-Spielen überproportional vorhanden. Aber auch Musik aus Spielen jüngeren Datums wie Silent Hill 2 oder Super Mario 64 gewandet Jonas in die geschmeidige Zwirn aus Pop und Easy Listening.

Es ist etwas schade, dass das Bitpop?-Projekt eingeschlafen zu sein scheint, immerhin kann man die alten Tracks auch heute noch herunterladen.

Als Anspieler hier die Bitpop?-Version der „The Moon“-Stage aus Duck Tales (NES, GB).

1000ff schwingt mal wieder den Retrogaminghammer und verweist auf sydlexia.com, die eine Liste von 50 bemerkenswerten Zitaten aus NES-Spielen kompiliert haben, nebst ausführlicher Kommentierung in Comic Sans. Und damit Du, lieber Leser, einen Eindruck von dieser, trotz Comic Sans, eindrucksvollen Liste hast, übersetzen wir Dir einfach mal 2 % des Gesamtwerks.

Ninja Gaiden

„Ach, nur ein Mädel. Zieh Leine!“

Ursprung? Ninja Gaiden

Der Kontext: Nach dem Sieg über den ersten Boss fängt Ryu Hayabusa an, mit sich selbst zu reden um die Erlebnisse zu reflektieren. Plötzlich klingelt sein Ninja-Sinn: Es befindet sich noch jemand im Raum! Ryu bereitet sich schon auf einen Kampf vor, als er bemerkt, dass den Raum lediglich eine Frau betreten hat, die keine Gefahr darstellt. Was er dann auch äußert. Daraufhin beschießt sie ihn mit einem Betäubungsmittel-Pfeil.

Der Kommentar: Vor diesem Spiel hatte ich niemals die Idee, dass man Frauen nicht heruntermachen und als harmlos ansehen sollte. Aber nun, da ich der Möglichkeit gewahr wurde, dass jedes einzelne Mädchen eine Feuerwaffe in ihrer Handtasche verstecken und nur darauf warten könnte, dass ich irgendetwas Respektloses sage, auf dass ihre gut bezahlten Anwälte später eine Jury überzeugen können, dass es komplett gerechtfertigt war, auf mich zu schießen — erniedrige ich Frauen nicht mehr mit meinen Worten. Ich grinse bloß noch anzüglich.

[via kotaku]

Speicher:
RAM: 2 KB (manche Spiele wie z. B. Super Mario Bros. 3 (8 KB) enthalten zusätzliches RAM)
Video-RAM: 2 KB
Modulgröße: 192 Kbit – 6 Mbit
Auflösung:
256×224 Pixel (NTSC)
256×240 Pixel (PAL)
Farben & Sprites:
16 aus 52 Farben gleichzeitig darstellbar
Spritegröße 8×8 Pixel oder 8×16 Pixel
64 Sprites gleichzeitig darstellbar (max 8 pro Bildschirmzeile)

Den technischen Widrigkeiten des NES zum Trotz: Als ich festgestellt habe, dass die Büsche in Super Mario Bros. nur umgefärbte Wolken sind (oder andersrum), ist in mir ein Stück Kindheit gestorben.

wolkebusch



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