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Mit behaupte.es habe ich heute ein kleines Experiment gestartet, von dem ich selbst nicht weiß, wo es hinführen wird. Der Titel lautet: „Thesen, über die man reden muss (oder auch nicht)“. Im Kern geht es darum, dass Besucher der Seite anonym Behauptungen aufstellen können, die von anderen mit JA oder NEIN beantwortet werden. Durch das direkte Feedback sieht man im Idealfall, ob die eigenen Thesen im Mainstream gut oder schlecht ankommen, also ob man mit seiner Meinung eher mit oder gegen den Strom schwimmt.

Die Webseite besteht im Wesentlichen aus WordPress (klar) und den beiden Plugins TDOMF und WP-PostRatings, die das Erstellen von Einträgen (in diesem Fall: Behauptungen) direkt über das Frontend ermöglichen bzw. das Ja-Nein-Votingsystem bereitstellen. Die Visualisierung der Ergebnisse erfolgt mit Googles Chart API, über die ich hier auch schon mal was geschrieben habe.

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser von 1000ff an dem Mini-Experiment teilnehmen würde. Wer möchte kann auch einen Account erstellen und seine Behauptungen auf einer eigenen Seite sammeln, die nach Votes und Zustimmung sortierbar ist. Unter dem Deckmantel der Anonymität lässt es sich aber unter Umständen besser behaupten. ;)

Es muss nicht immer Excel sein: Seit Dezember 2007 bietet Google die Möglichkeit an, über die hauseigene Google Chart API Diagramme zu erstellen, die auf einfachste Weise in Webseiten / Blogs eingebunden werden können. Die Bezeichnung „API“ ist in diesem Fall aber übertrieben — es sind weder Programmierkenntnisse nötig noch muss ein Account erstellt werden. Die Diagramme verbleiben als PNG-Dateien auf den Servern von Google und können bis zu 200.000 mal am Tag abgerufen werden. Das Ganze ist sehr einsteigerfreundlich gehalten und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Der englische Developer’s Guide listet alle Funktionen der API auf und erklärt sie ausgiebig. Hier die Kurzversion:

Im Wesentlichen handelt es sich um eine veränderbare URL, die per img-Tag in die eigene Webseite eingebunden wird. So wird z.B. aus…

http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&chd=t:60,40
&chs=250x100&chl=Hello|World

…dieses langweilige Diagramm:

Sample chart

Interessant wird es natürlich erst, wenn die Parametern verändert und erweitert werden:

cht=p3 // Diagramm-Typ, hier: 3D
chd=45,40,15 // Die einzelnen Werte
chl=Katze|Hund|Vogel // Werte-Bezeichnungen
chs=300x150 // Abmessungen, maximal 1000x1000
chco=CEE3ED,A8D860,A82A00 // Hex-Farbcode

Das Ergebnis:

Sample chart

Schon besser, oder? Im Vergleich zum Original wurde nur der Diagramm-Typ beibehalten. Verändert wurden die Werte, die Bezeichnungen dafür, die Größe (in Pixeln, die Breite sollte immer größer sein als die Höhe), und die Farben in hexadezimaler Schreibweise (Tipp am Rande: COLOURlovers).

Neben dem hier vorgestellten 3D-Tortendiagramm sind auch komplexe Balken- und Venn-Diagramme, Punktwolken und sogar Landkarten(!) mit der Google Chart API möglich. Für dynamisch aktualisierende Diagramme sind allerdings JavaScript-Kenntnisse nötig.

Fazit: Eine gute Methode, um Daten schnell und unkompliziert zu visualisieren. Da es sich um eine einfach veränderbare URL handelt, die per img-Tag in die eigene Webseite eingebunden wird, können Änderungen schnell durchgeführt werden.

Weiterführende Links
Google Chart API Developer’s Guide
Links & Tipps zur API
Google Charting Tool (Diagramm-Generator)



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