Es gibt ja Leute, die sich dem Hype um den neuen Firefox in Gänze verweigern. Zum Beispiel der geschätzte Kollege .markus, welcher kürzlich verlauten ließ:

.markus zum Thema Firefox vs. Opera

Kudos an .markus, der norwegische Opera-Browser ist sicher ein schnelles Gerät von Haus aus. Aber am Firefox gibt es mehr Stellschrauben, an denen man drehen kann, unter anderem auch, um dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. Das geht zum Beispiel, indem man über Firefox‘ Konfigurationsseite about:config Network Pipelining aktiviert und die Anzahl der gleichzeitig möglichen HTTP-Requests pro Server erhöht. Technisch heißt das: Mehr Dateien, die gleichzeitig heruntergeladen werden gleich bessere Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bandbreite gleich schnellerer Seitenaufbau — ganz einfach. Ein steinalter Chip-Artikel beschreibt, wie’s geht.

Logo: FasterfoxViel einfacher als mit tief im System versteckten obskuren Befehlen kann man die nötigen Einstellungen jedoch mit der feinen Erweiterung Fasterfox vornehmen. Vorteil: Das Addon bringt ein paar Presets (Voreinstellungen) mit und eine Option, die Seitenladezeit über eine Anzeige in der Firefox-Statusleiste Millisekunden-genau zu messen.

 

Fasterfox - Einstellungen
Das Fasterfox-Einstellungsfenster. „Turbo“ reicht eigentlich schon. Wer weiß, was er tut, kann über „Angepasst“ ein bisschen rumspielen.

Zum Vergleich: Die Startseite von 1000ff benötigte in unserem Test mit einem jungfräulichen Firefox 14,1 Sekunden zum kompletten Laden, mit dem Fasterfox-Profil „Turbo“ nur 11,8 Sekunden. 2,3 Sekunden Unterschied — dafür der ganze Aufriss? mag da mancher unken. Jedoch bedenke, junger Jedi, dass Du dutzende, wenn nicht hunderte Seiten am Tag aufrufst. Das läppert sich! Auch eingewendet will sein, dass die „gefühlte“ Ladezeit in meinem Test noch kürzer war, da Fasterfox den Browser dazu bringt, früher mit dem Seitenaufbau zu beginnen. Man kann also schon den Text der Site lesen, während etwa Grafiken noch geladen werden.

Blöd: Fasterfox ist offiziell noch nicht Firefox 3-kompatibel. Glück im Unglück: Mit ein bisschen Know-How geht’s trotzdem, das AddOn zu installieren. Wir nehmen einfach die alte Firefox 2-Version, die passt auch.

So gehts:

  • Lade die xpi-Datei von Fasterfox für den FF2 herunter
  • Öffne sie in einem Packprogramm, z.B. 7zip oder WinRAR.
  • Zieh die Datei install.rdf aus dem Archiv, öffne sie in einem Texteditor, z.B. Notepad.
  • Ändere Zeile 44 von
    2.0.0.*
    in
    3.0 1.5 3.0.0.*
  • Ziehe die Datei wieder in das xpi-Archiv.
  • Ziehe die xpi-Datei in das Firefox-Fenster.
  • Bestätige die Installation und starte den Firefox neu.

Weil wir von 1000ff aber so nett sind, ersparen wir euch das Rumgemantsche und stellen euch die bereits gehackte Version von Fasterfox hier zur Verfügung. Klicken, installieren1, neustarten, fertig.2

Download Fasterfox (FF3 kompatibel)

Icon: FasterfoxNach der Installation erreicht man über einen Rechtsklick auf den Fuchs in der Statusleiste die Einstellungen von Fasterfox. Dort kann man auch die Ladezeitanzeige einschalten. Wer Vergleichstests mit verschiedenen Einstellungen fahren will, sollte vor jedem Reload über eben dieses Menü den „Cache löschen“, damit die Ergebnisse durch bereits im Browser-Zwischenspeicher vorhandene Dateien verfälscht wird.

Viel Spaß beim nunmehr merklich flotteren Surfvergnügen wünschen euch eure nimmermüden Rumschrauber von 1000ff.

  1. falls es nicht von selbst geschieht: Auf „Öffnen mit“ klicken und den Firefox als Anwendung wählen []
  2. Nicht wundern: es ist korrekt, dass der Server citronengras.de heißt. Das WordPress-Backend weigerte sich mir gegenüber, die xpi-Datei auf den 1000ff-Server hochzuladen. Drum hab ich’s bei mir gelagert und querverlinkt. []


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