Firefox-StöckchenWürde ich wie Homer Simpson oder manch anderer eine Liste führen über die Dinge, die ich vor meinem Ableben unbedingt noch erledigen möchte, dann stünde sicher ganz weit oben „Nerve deine Mitmenschen mit einem überaus lustigen Blog-Stöckchen“.

So soll es sein.

Ich fordere sämtliche Blogger auf (obwohl mir auch so ein paar Kandidaten einfallen würden, die ich direkt dazu verdonnern könnte) dieses Firefox-Stöckchen aufzunehmen und im eigenen Weblog die folgenden Fragen zu beantworten:

Welche Startseite hast du eingerichtet?
Welche Themes und welche Erweiterungen hast du installiert?
Welche Links sind in deiner Lesezeichen-Symbolleiste?
Welche eingebauten Suchmaschinen nutzt du?
Bonus: Was nervt dich an Firefox?

Dann mal los! Mitmachen und keinen Spaß haben (garantiert)!

Ich gehe natürlich mit gutem Beispiel voran. Hier sind meine Antworten:

Welche Startseite hast du eingerichtet?

tagesschau.de, schon seit Jahren. Und da man seine Startseite immer verteidigen sollte, hier die Begründung: 1. ständig aktualisierte Nachrichten (relevant to mah interests) 2. geringe Ladezeit, 3. so gut wie werbefrei

Welche Themes und welche Erweiterungen hast du installiert?

Mein Firefox 3.0.4 hat nur das default-Theme und kann deshalb designtechnisch nicht punkten. Ich halte das Standard-Thema von Firefox für gelungen und brauche keine Buttons im Star Wars-Look oder so.

Insgesamt sind 14 Erweiterungen installiert:

Adblock Plus – Weil blinkende Flash-Werbung nervt
Add to Netvibes – Zum schnellen Füttern des Aggregators
ColorZilla – Um an Hexwerte von interessanten Farben zu kommen
Deutsches Wörterbuch – Weil man manchmal schneller tippt als denkt
Download Statusbar – Sieht schicker aus und listet letzte Downloads auf
FoxyTunes – Um Winamp klickreduziert zu steuern (1000ff-Artikel)
Google Gears – Spart Ladezeit in den WP-Dashboards dieser Welt
Greasemonkey – Weil User oft besser wissen, was einer Webseite fehlt (1000ff-Artikel)
Leo Search (inaktiv) – Nicht kompatibel mit FF3. Macht aber nichts, Übersetzungen bekommt man auch direkt über die Adresszeile des Browsers: „leo [Wort]“
Plain Text Links – Weil RechtsklickUrl öffnen schneller geht als STRG+CSTRG+T STRG+VEnter
SearchStatus – Zur ungefähren Einschätzung der Webseiten-Reputation ;)
Twitterfox – Twitter-Updates bekommen und unkompliziert antworten.
United States English Dictionary – Becaouse I is the writes on others langauges at somes off the actually many times!
Web Developer – Weil ich sonst CSS-technisch aufgeschmissen wäre (1000ff-Artikel)

Welche Links sind in deiner Lesezeichen-Symbolleiste?

Zu viele: twitter, delicious, last.fm, Grooveshark, Songza, arte+7, YouTube-Favoriten, Flickr-Fotos, IMDb, Sparkasse, PayPal, Busfahrplan, Affiliate-Ordner, dann kommen „meine ganzen Blogs“, Netvibes, Rivva, WordPress-Links, localhost-Labor, Lokalfußball und ca. 50 weitere Lesezeichen, die nicht mehr in die Leiste passen, aber dennoch unverzichtbar sind (#Datenmessi).

Welche eingebauten Suchmaschinen nutzt du?

Google, Wikipedia, YouTube, IMDb, Amazon, Flickr, Ebay, Leo

Was nervt dich an Firefox?

Erstaunlich wenig: Dass für Add-ons häufig ein Firefox-Neustart notwendig ist. Dass ich auf Flash-Seiten nicht mit der Tastatur einen Tab öffnen kann. Außerdem gibt’s bei Opera die Option „Einfügen und aufrufen“. Kleinigkeiten.

[Bild: Foomandoonian, CC]

Spam: With Bacon
Foto: cobalt123 (cc)

 

Die Frage danach, wie man als Blogger am besten mit Spam umgeht, taucht immer wieder auf. Es handelt sich dabei sicherlich um eine Glaubensfrage, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Kombination aus

am besten bewährt, um den allermeisten Müll zum Thema Aufrichtungshilfe, Gliedverlängerung und Versicherungsindustrie loszuwerden. Aber hat man sich damit wirklich allen Spams entledigt?

Kurze Antwort: Nein.

Viele Blogger unter uns werden sich sicher schonmal über Kommentare geärgert haben,

  • deren Inhalt gen Null ging („Stating the Obvious“),
  • deren einziger Zweck Rumpöbelei oder zumindest das Stören der Diskussion zu sein schien,
  • oder die als Absender-URL Linkfarmen, kommerzielle oder mit Werbung überfüllte Seiten angaben.

Mark Jaquith (Englische Seite) nannte diesen Grauzonenbereich zwischen „Spam“ (schlechte Kommentare) und „Ham“ (gute Kommentare) kürzlich „Bacn“. Er meinte damit nicht-themenbezogene, dämliche, unhöfliche, missbräuchliche, übermäßig selbstanpreisende, aber eben noch nicht ganz Spam-Kommentare1. Es handelt sich nach meiner Erfahrung um ein Problem, das mit steigender Bekanntheit eines Blogs beinahe expontiell zunimmt.

Beispiele

Hier einige Kommentare, die exemplarisch sind für meinen Blogalltag.

Continue reading “„Bacn“: Kommentarmüll aus der Grauzone zwischen Spam und Ham” »

  1. offtopic, lame, rude, abusive, overly-self-promotional-but-not-quite-spam []

Die deutschen Blogcharts, seit Dezember 2006 einmal wöchentlich von Jens Schröder auf den neuesten Stand gebracht, messen den Verlinkungsgrad innerhalb der deutschen Blogosphäre. Mit Daten von Technorati wird bestimmt, wie viele verschiedene Blogs ein Blog verlinken. Momentan auf Platz 1: Robert Basic mit 2035 Blogs.

Doch wie sähen die Charts aus, wenn es mehr Faktoren geben würde?

  • Technorati: Blog-Platzierung (Rang), Blog-„Autorität“, Anzahl der Fans, Seiten im Index
  • Google: Verlinkende Blogs in letzten 7 oder 30 Tagen, Gesamtlinks, Pagerank
  • Bookmarks: Anzahl bei Mister Wong, Digg, del.icio.us…
  • Traffic: Alexa-Rang, evtl. Compete-Rang

Auf Basis der 100 meistverlinkten deutschen Blogs eine so umfassende Statistik (evtl. nach eigenem Punktesystem) zu erstellen würde mich schon reizen, die Daten zu bekommen wäre auch nicht das Problem. Die Frage ist nur, und damit bitte ich um eure Meinung / Unterstützung:

Welche Wertigkeit sollen die einzelnen Faktoren bekommen?

Klar ist, dass die Platzierungen bei Technorati wichtiger und aussagekräftiger sind als z.B. die SEO-Währung Pagerank. Auch die Anzahl der gespeicherten Bookmarks bei del.icio.us und Mister Wong ist wohl wesentlich interessanter als der Seitenrang bei Alexa.

Nach Gruppen geordnet könnte die Bewertung etwa so aussehen:

  • Technorati 30% (oder: maximal 300 Punkte)
  • Google 30% (oder: maximal 300 Punkte)
  • Bookmarks + Traffic 40% (oder: maximal 400 Punkte)

Ich weiß nicht so recht, ob Digg und Compete überhaupt Einfluss auf die Statistik nehmen sollten. In einem ersten Testlauf wurde schnell klar, dass die Top-Blogs aus Deutschland bei Digg zwar vertreten sind, aber nur sehr spärlich. Je weiter man die Rangfolge heruntergeht desto geringer ist die Chance, überhaupt noch einen Treffer bei Digg zu haben. Bei Compete taucht — im Gegensatz zu Alexa — kaum ein deutsches Blog auf, und wenn, dann nur mit dem Hinweis We have little data for spreeblick.com, so these are rough estimates.

Um solche Probleme zu vermeiden könnte als Basis festgelegt werden: Nur wenn mehr als 50% (75%) der untersuchten Blogs Werte liefern wird der Faktor berücksichtigt.

Also, was haltet ihr von dieser Idee? Ist ein Punktesystem sinnvoll? Sollen Bookmarks bei Mister Wong höher bewertet werden als bei del.icio.us? Welcher Zeitraum soll bei neu verlinkenden Blogs berücksichtigt werden? Wo liegen die Schwachpunkte?

Und ganz wichtig: Brauchen wir diesen ultimativen Schwanzvergleich überhaupt?



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