emule Verzeihung bitte, es wird jetzt mal etwas technischer. Diejenigen unter uns, die intensiver Filesharing mit Peer-to-Peer-Anwendungen wie eMule oder BitTorrent betreiben, werden sicher schon einmal über den Begriff „halboffene Verbindungen“ gestolpert sein.

Es ist nämlich so: Windows limitiert in seinem TCP/IP-Stack die maximal mögliche Anzahl dieser Art Verbindungen. Auf Deutsch: Weil Windows eine eingebaute Handbremse besitzt, können P2P-Programme nicht so flott mit ihren Busenfreunden überall auf der Welt kontaktieren. Im Effekt leidet unsere Verbindungsqualität und somit auch unsere Downloadgeschwindigkeit. Der Grund? Microsoft möchte auf diese Art die Verbreitung und Schlagkraft von Viren und Würmern eindämmen. Aber da wir ja sicherheitsbewusste Nutzer sind, ärgert uns diese Gängelung, wir wollen sie loswerden.

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Zumindest wird darüber nachgedacht, erfährt man im Interview mit der ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann bei tagesschau.de.

Man fühlt sich wohl langsam etwas unter Druck gesetzt beim Ersten Deutschen Fernsehen. Das ZDF hat seine Mediathek und ist zusätzlich bei YouTube vertreten, arte lässt ausgewählte Sendungen eine Woche lang abrufbereit bei arte+7, und auch im europäischen Ausland weiß man die neuen Techniken für sich zu nutzen: die BBC hat einen eigenen Kanal bei YouTube, und der öffentlich-rechtlichen Sender NRK aus Norwegen verbreitet Inhalte bereits via BitTorrent.

Auch die ARD-Generalsekretärin denkt über BitTorrent nach:

Das senkt die Verbreitungskosten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Norwegen erheblich. Für NRK entstehen so für die Verbreitung der auf B[i]tTorrent verbreiteten Inhalte keine weiteren Kosten. Verbreitungskosten im Internet sind nicht unerheblich und natürlich auch für die ARD ein Faktor, mit dem wir kalkulieren müssen.

Aber:

Ob das für die ARD der richtige Weg ist, dass Dritte unsere Inhalte unkontrollierbar kopieren und verbreiten, ist eben eine entscheidende Frage – und eine solche Verbreitung dann nicht mehr rückholbar.

Das ist richtig. Was einmal ins Internet gestellt wird lässt sich so schnell nicht mehr einfangen. Die Frage ist nur: Warum sollte das ein Problem sein für die ARD? Anders als die privaten finanzieren sich die öffentlich-rechtlichen Sender nicht vorrangig durch Werbung, sondern durch Gebühren, sind also nicht primär auf hohe Einschaltquoten angewiesen. Es könnte ihnen also vollkommen egal sein, wo und wann die Zuschauer ARD-Inhalte konsumieren — bezahlt haben sie dafür ja schon.

Ein erster, zaghafter Schritt in diese Richtung ist bereits getan: Etwas versteckt lassen sich auf der ARD-Homepage Videos finden, wenn auch nicht so schön gebündelt wie in der ZDF-Mediathek. Unter dem Menüpunkt „Interaktiv“ gibt es den kleinen Link „Videos„, der eine Liste der verfügbaren Sendungen anzeigt.



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