Knytt Stories

Knytt Stories ist ein kostenloses, abendfüllendes Jump’n’Run mit leichten Adventure- und Puzzle-Elementen, bestehend aus liebevoll selbstgebastelter Retrografik, abwechslungsreicher und wunderbar passender Musik und einer Rahmengeschichte, die man locker per Doppelsprung (und aufgespanntem Regenschirm) überfliegen kann.

Vier unterschiedlich designte Welten gilt es mit dem Charakter Juni in The Machine, dem Hauptteil von Knytt Stories, zu durchlaufen. Des Öfteren werden Passagen im Spiel mehrfach besucht, da die im Laufe der Zeit erworbenen Items (schneller laufen, höher springen, Wände hochklettern etc.) in bester Metroid-Manier dazu einladen, auch die verstecktesten Winkel zu erforschen, um Geheimgänge und zahlreich vorhandene Easter Eggs zu finden.

Das Gesamtpaket Knytt Stories macht einfach Spaß, weil alles ineinander greift und zusammenpasst: Leveldesign, Sound, Steuerung und vor allem die Liebe zum Detail machen das Spiel des schwedischen Entwicklers Nifflas zu einem der besten Indiegames überhaupt.

Download Knytt Stories 1.1.0 (34,6 MB)

(Ebenfalls zu empfehlen sind die offiziellen Addons A Strange Dream und An Underwater Adventure, die neben zahlreichen Fan-Leveln für weitere Stunden Spielspaß im Knytt-Universum sorgen.)

„1. Mathematik ist die Sprache der Natur. 2. Alles um uns herum lässt sich durch Zahlen wiedergeben und verstehen. 3. Stellt man die Zahlen eines beliebigen Systems graphisch dar, entstehen Muster. 4. Folgerung: Überall in der Natur existieren Muster.“

– Max Cohen

Ulillillia, schon diesen Namen auszusprechen bringt mich an den Rand meines Denkvermögens, und so dürfte es den meisten gehen. Hinter diesem kryptischen Namen verbirgt sich ein 24-jähriger US-Amerikaner, welcher an eine Form des Autismus gebunden ist, die große mentale Probleme mit sich bringt (zum Beispiel eine große Phobie vor Spiegeln und Stühlen), aber auch das, was man allseits als „Inselbegabung“ kennt. Seine Begabung sind Zahlen, Logik, Mathematik, Physik, das Erkennen von Unregelmäßigkeiten. Für weitere Informationen über ihn, sein Leben, seine Problemlösungsstrategien (um zum Beispiel Spiegeln in Einkaufszentren zu entgehen, zeichnet er schon zu Hause seine geplante Route ein) oder das Mind-game, das er ständig in seinem Kopf laufen lässt und ihm am Führerschein hindert, empfehle ich seine sehr, sehr, sehr ausführliche Website. Er gibt hier auch allerhand Tipps zur Bewältigung von Mathematik und Alltag und stellt sein Hobby „animierte .gifs erstellen“ vor.

All diese Fähigkeiten könnte er natürlich auch an die Wissenschaft verschwenden, aber er nutzt sie sehr sinnvoll: Für Videospiele.

Aus seiner Beschreibung in seinem youtube-channel:

I perform all kinds of stunts in video games, find numerous oddities, and study game mechanics to very fine detail exploiting weaknesses. I use this knowledge for accomplishing self-made challenges, finding bugs or anomalies, and performing stunts. I don’t use emulators, rather, I use a TV-tuner and the real console. I use Virtual Dub and a self-written C program (for an effect VD doesn’t have). Other videos are blogs (rare) and, planned, how-to/educational videos.

Aufgrund seiner Weigerung, Emulatoren zu benutzen, sondern stattdessen nur reale Konsolen, ergibt sich leider ein eingeschränktes Spieleportfolio, so ist ihm zum Beispiel vor einigen Jahren sein SNES abhanden gekommen, daher gibt es keine Videos zu Spielen der größten aller Konsolen. Nichtsdestotrotz finden sich in seinem Kanal zahlreiche interessante Perlen mit Sichtweisen auf Videospiele, die man vorher vielleicht nicht hatte. Einige würde ich persönlich nicht als „Bugs“ klassifizieren (schon beim ersten Bug im Video zum Jump’n’Run-Klassiker Bubsy weiss ich ehrlich gesagt garnicht, worauf er hinaus will), aber schon die grundsätzliche Betrachtung von Videospielen mit einer Motivation, die über’s World Exploring oder Speedruns hinaus geht, verdient Aufmerksamkeit. Außerdem ist es nett zu erfahren, wie man diesen blöden Midgar Zolom aus Final Fantasy VII schon recht früh den garaus machen kann.

[Aufmerksam auf Ulillillia wurde ich durch das 4chan-Imageboard /v/, was übrigens ein weit angenehmerer Ort ist als /b/, welches sich in den letzten Tagen durch einen e-mail-hack (nein, nicht den von Palin, der war lustig) mal wieder mit wenig Ruhm bekleckert hat.]

Frank Westphal, der Mann hinter Rivva, im Interview mit 1000ff! Er beantwortet Fragen zur Funktionsweise von Rivva, erläutert dessen Filterungs- und Selektionsprinzip und beklagt sich über Blogger, die ihre Artikel nicht mit Quellenangaben versehen. Weitere Themen: Karmaabstrafungen, dumme Maschinen, Informationsbeschleunigung — und warum Twitter die neue Eisenbahn ist.

Wie würdest du Leuten, für die das Internet im Wesentlichen aus eBay, Amazon und Google besteht, das Prinzip von Rivva erklären?

RivvaKonzeptionell ist Rivva an eine Zeitung angelehnt, nur werden die Schlagzeilen nicht von einer bestimmten Redaktion ausgewählt, sondern Rivvas Titelseite wird von tausenden, selbsternannten Redakteuren geschrieben (und ständig fortgeschrieben), indem sie auf ihren Webseiten einfach aktuell interessante Themen diskutieren.
Im Unterschied zu einer klassischen Zeitung fokussiert sich Rivva allerdings mehr darauf, wie sich eine Story über die Zeit entwickelt (als auf die eher regungslosen Titelgeschichten selbst), oder wer sich alles auf einen bestimmten Artikel bezieht (anstatt auf die Urquelle allein). Die Seite ist ständig im Fluss, daher auch der Name.

Ist die Sortierung und Filterung von Rivva vollständig automatisiert oder musst du manchmal „per Hand“ nachbessern?

Rivva agiert 100% autonom. Ich versuche, die dumme Maschine genau so zu programmieren, dass sie automatisch das erledigt, was auch ein Mensch machen würde, der nix besseres zu tun hätte, als rund um die Uhr tausende von Blog- und Nachrichtenfeeds nach den interessantesten Geschichten zu durchforsten.
Nachzubessern gibts praktisch tagtäglich etwas: immer wenn Rivva sich nicht wie erwartet verhält, muss ich der blöden Maschine eine weitere Regel (oder Ausnahme) einbläuen. Bin ein großer Anhänger der japanischen Kaizen-Philosophie – schrittweiser, nie endender Verbesserung –, so dass ich wohl 90% meiner Zeit mit dem Kopf unterhalb der Motorhaube hänge, was Rivva zwar von Tag zu Tag intelligenter macht und manchmal sogar die Qualität verbessert, ansonsten aber unsichtbar bleibt.

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Spam: With Bacon
Foto: cobalt123 (cc)

 

Die Frage danach, wie man als Blogger am besten mit Spam umgeht, taucht immer wieder auf. Es handelt sich dabei sicherlich um eine Glaubensfrage, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Kombination aus

am besten bewährt, um den allermeisten Müll zum Thema Aufrichtungshilfe, Gliedverlängerung und Versicherungsindustrie loszuwerden. Aber hat man sich damit wirklich allen Spams entledigt?

Kurze Antwort: Nein.

Viele Blogger unter uns werden sich sicher schonmal über Kommentare geärgert haben,

  • deren Inhalt gen Null ging („Stating the Obvious“),
  • deren einziger Zweck Rumpöbelei oder zumindest das Stören der Diskussion zu sein schien,
  • oder die als Absender-URL Linkfarmen, kommerzielle oder mit Werbung überfüllte Seiten angaben.

Mark Jaquith (Englische Seite) nannte diesen Grauzonenbereich zwischen „Spam“ (schlechte Kommentare) und „Ham“ (gute Kommentare) kürzlich „Bacn“. Er meinte damit nicht-themenbezogene, dämliche, unhöfliche, missbräuchliche, übermäßig selbstanpreisende, aber eben noch nicht ganz Spam-Kommentare1. Es handelt sich nach meiner Erfahrung um ein Problem, das mit steigender Bekanntheit eines Blogs beinahe expontiell zunimmt.

Beispiele

Hier einige Kommentare, die exemplarisch sind für meinen Blogalltag.

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  1. offtopic, lame, rude, abusive, overly-self-promotional-but-not-quite-spam []

YouTube: Logo-Ausschnitt

YouTube testet derzeit höhere Bitraten und MPEG4-Komprimierung, was die Qualität der Videos mitunter merklich verbessert. Das Bild wirkt durch eine höhere Auflösung (448×336 statt 320×240) optisch schärfer. Insbesondere im Vollbildmodus macht sich das bemerkbar. Zudem wird die Samplingrate im Ton von 22050 Hz auf 44100 Hz erhöht. Um diese anzuschauen, wird allerdings eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Der High Quality-Modus lässt sich durch das Anhängen des Parameters

&fmt=18

an die Video-URL aktivieren. Zum Beispiel:

http://www.youtube.com/watch?v=6gmP4nk0EOE&fmt=18

statt

http://www.youtube.com/watch?v=6gmP4nk0EOE

Alternativ kann man sich auch ein Greasemonkey-Script //edit: oder die Firefox-Erweiterung „Better YouTube“ (das Addon beinhaltet die „HD“-Option nicht mehr) installieren, welches auf YouTube-Video-Seiten automatisch den besseren Modus aktiviert. Da YouTube noch längst nicht seinen gesamten Videobestand in besserer Qualität vorrätig hat und die Datenmenge mitunter auch so viel höher ist, dass das Video sich „totlädt“, bietet das Script einen „Original“-Link, um für den Notfall den herkömmlichen Modus zu aktivieren.

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