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Nimmt man den Geschmack des Hivemind als Basis, sind die heißen Stühle im Netz gerade zweierlei Dienste: Instagram, jünst von Facebook erworbene App-Klitsche, die Fotomanipulation in Retrorichtung zur Massentauglichkeit kultiviert und ein Social Network drangeflanscht hat, das beinahe so dysfunktional ist wie Apples komischer iTunes-Bloatdienst Ping. Zum anderen Pinterest, Bookmarkdienst für Fotos, die man so im Netz aufsammelt; gerade in einer, nun ja, Konsolidierungsphase nach dem großen Hype (sprich: so langsam werden Social Media-Berater aufmerksam), und sicher auch bald von Facebook gekauft. Irgendwer hat die Dinger jetzt zu einem, naheliegend Pinstagram betitelten, Mashup kombiniert.

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Gutes Essen und Alkohol: Mein Pinstagram-Stream

Ganz klar, Überlappungspotential zwischen Pinterest und Instagram liegt im Medium Foto. Per Instagram-API holt sich Pinstagram alle Schnappschüsse der eigenen Kontakte Followees Kumpels bei Instagram und stellt diese in der pittoresk-pinterestesken (?) Ansicht aus vertikal variierenden Quasikorkwandzettelsäulen dar. Von dort aus kann direkt Instagram-gemocht, sowie das Bild in den eigenen Pinterest-Account angetackert werden.

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Klickt man auf das Bild direkt, wird dieses nicht nur vergrößert in einer Lightbox dargestellt, der Nutzer kann auch Kommentare von anderen Nutzern lesen und eigenen Senf beimengen, der direkt bei Instagram landet.

Und sonst? Eine Suchfunktion, die komfortable Übersicht aller eigenen Fotos und die Wirkmacht des edlen Lederoptik-Seitendesigns runden den kostenlosen, werbefreien Webdienst ab.

Fazit: Pinstagram ist ein wirklich nettes Mashup für Leute, die die ironische Distanz zu Webdiensten aufgegeben haben, welche gerade en vogue sind. Landet in meinen Bookmarks.

Pinstagram.co (ohne „m“!) [via Wired]

Zum Autor: Frank hat vor Ewigkeiten öfter für 1000ff.de geschrieben. Heute ist keine Zeit mehr dafür, weil er die deutschsprachige Weböffentlichkeit mit täglichen Android-News malträtieren muss. Aber mal kann man ja trotzdem mal wieder reinschauen, der guten alten Zeit halber.

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Ein Kommentar zu “Pinterest + Instagram = Pinstagram”

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    [...] Aber was macht man mit Pinterest eigentlich? Bilder aus dem Netz an virtuelle Pinnwände posten – nicht mehr, nicht weniger. Diese Bilder werden dann in einem geschmackvollen Säulenlayout dargestellt. Der Sinn des Ganzen erschließt sich nicht jedem sofort, dennoch macht Pinterest nach einiger Zeit Spaß. Es existiert sogar ein sehr gut gemachtes Mashup aus Pinterest und dem Retrofoto-Dienst Instagram mit dem gewieften Namen Pinstagram. [...]


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