Die Musikkassette ist tot. Mal abgesehen von einigen wenigen Indieromantiker(inne)n, den sogenannten “Kassettenmädchen”, und Besitzern veralteter Audioradios lockt das chronisch an Bandsalat und abnehmender Tonqualität leidende Medium in Zeiten von MP3 und last.fm wohl keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Dabei hatte das sorgsame Auswählen und Anordnen von Hits damals™ einen ganz eigenen Charme.

muxtape.com Screenshot

Der Web 2.0-Dienst muxtape.com will diese Charmelücke füllen. Er ermöglicht, nach der wohl unkompliziertesten Anmeldung ever, das Hochladen von 12 Songs, die je maximal 10 MB schwer sein dürfen. Diese Songs können, bei fehlenden ID3-Informationen, im Titel editiert und nach Belieben per Drag&Drop angeordnet werden. Die Adresse im Format name.muxtape.com reicht man dann an die zu Beglückenden weiter, welche die Kompilation im Browserfenster in optimaler Qualität streamen können.

Muxtape Screenshot
(fraencko.muxtape.com)

Das Abspielinterface ist rudimentär, aber völlig ausreichend. Beim Upload verbietet muxtape verständlicherweise, Musik hochzuladen, für die man die entsprechenden Rechte nicht besitzt. Viele Benutzer halten sich naturgemäß nicht daran.

Fazit bis hierhin: Ein schöner, übersichtlicher, einfach zu bedienender und nützlicher Service.

Findige Bastler haben nun allerdings ein paar kleine Hacks entwickelt, durch die muxtape.com noch mächtiger wird. Wer den Firefox nebst Greasemonkey-Erweiterung installiert hat, sollte sich mal bei userscripts.org umschauen. Dort wird beispielsweise das GM-Script “MuxScrobbler” angeboten, mit dem angehörte Tracks automatisch in die eigene Musikstatistik von last.fm hinzugefügt (“gescrobbelt”) werden. “Multiple Upload for Muxtape” ermöglicht, wie der Name schon sagt, mehrere Songs gleichzeitig hochzuladen. Das genialste Script in der Reihe ist wohl “muxtape downloader / m3u enabler”, mit dem man die Songs herunterladen oder per m3u-Playlist in einem externen Player wie Winamp abspielen kann.

Muxtape.com: Download via Greasemonkey Script

Fazit insgesamt: Heieiei, ist muxtape.com der neue Schrecken der Musikindustrie? Mal sehen, wie lange die Seite sich hält.

Ähnliche Artikel

5 Kommentare zu “Muxtape.com: MP3-Mixtapes genial einfach online kreieren (und mit Greasemonkey erweitern)”

  • Matthias

    Muxtape ist echt ne nette Sache.
    Das man die Sachen auch auf seine Platte laden kann ist natürlich super!
    Danke für den Tipp
    ;)

  • Patrick

    Hi, der Beitrag ist ja schon vier Jahre alt und Muxtape gibt es offenbar nicht mehr. Kennt Ihr einen vergleichbaren Service? Ich habe nichts gefunden.

    Gruß
    Patrick

  • boy

    Muxtape ist nach wie vor online, nur die genaue Funktion der Seite ist nicht mehr erkennbar. Außerdem ist aktuell nur noch ein Login aber keine Registration möglich. Sehr spannend.

  • Patrick

    Ich dachte, es wäre nicht mehr, da auf der Startseite nur das Bild einer Kassette zu sehen ist. Offenbar ist muxtape aber nicht mehr lange online: http://jstn.cc/post/33839923689

  • nails design 2 die for

    Your thought is outstanding; the thing is something which too few folks are speaking intelligently about. I am delighted we found this around my find something with this.


Schreibe einen Kommentar



© 2006-2014 1000ff  •  Kontakt  •  Impressum  •  RSS-Feed  •  Theme by Just Skins  •  Powered by Wordpress  •  Ein Projekt von Simon Stich